Montag, 6. Februar 2012

Knit along

So, ich mache also mit bei knit along von Catherine. Die Aufgabe für heute ist Strickinspirationen und Modell und Wollempfehlungen abzugeben.

Oje…

Nachdem das Wort „INTERNET“ ein bißchen dürftig ist aber doch alles beantworten würde was gefragt ist habe i ch habe darüber nachgedacht und werde etwas weiter ausholen und Euch erzählen warum ich stricke und seit wann.

In den letzten Jahren stricke ich weil ich es liebe „etwas“ mit Nadel und Faden zu machen und Wolle liebe und im Internet ständig die tollsten Anregungen vorfinde, normalerweise aber nähe ich. Strickarbeiten lassen sich praktisch und einfach auch ins Wochenendhaus mitnehmen was ich von den Nähsachen nicht sagen kann. Daher habe ich vor einigen Jahren wieder zu stricken begonnen, zuerst habe ich Socken gestrickt jetzt stricke ich auch schon mal eine Weste. Ich stricke fast nur im Winter wenn im Garten wenig oder keine Arbeit ist daher stricke ich nicht so viel wie ich in anderen Blogs, meist mit großem Staunen, beobachten kann. Ich stricke nur Sachen die wir auch verwenden würden, so habe ich bis auf weiteres aufgehört Socken zu stricken nachdem jedes Familienmitglied schon mindestens 3 Paar „Selbstgetrickte“ hat.

Anderseits gehöre ich einer Generation an die als Kinder noch nachdrücklich an Handarbeiten herangeführt wurde. Meine Großmutter war Schneiderin und meine Mutter begeisterte Strickerin. Ich bin ganz selbstverständlich damit aufgewachsen das beide Frauen immer etwas genäht oder gestrickt haben und habe selber schon vor der Schule Puppenkleider genäht. Ich habe mit 13 oder 14 Jahren Schultertücher gehäkelt, eines für mich und eines für meine Mutter. Die kamen bei den Freundinnen meiner Mutter so gut an das ich gleich einige Bestellungen abarbeiten durfte. In der Modeschule habe ich einmal ein Kleid genäht das mit Handstrick Rollkragen und Ärmelbünchen kombiniert war. In den 70er Jahren war es sowieso üblich Mode die man in „Brigitte“ oder „Für Sie“ sah nachzuarbeiten, genähtes wie gestricktes. Selbst in den 80er Jahren war vieles aus den Modeheften in Österreich einfach nicht zu bekommen oder aber viel zu teuer. Das war vor H&M, Mango und ähnlichen Geschäften und damals waren alle in meiner Umgebeung „Selbermacher“ nicht nur meine Familie.

Vor der Digitalfotografie und den Blogs im Internet wurde Selbstgemachtes nicht extra fotografiert sondern Pullover sind halt höchstens mal am Foto zu sehen weil die Person die sie trägt fotografiert wurde. Ich habe daher wenig Fotos auf denen man die Bekleidung gut sieht aber die folgenden Fotos möchte ich Euch zeigen, zu sehen bin ich mit selbstgestricktem Pullover. Vintage wenn man so will...

Linkes Foto 1978 und das rechte 1985

Der graue Pullover ist ein eigener Entwurf und der bunte aus der „NICOLE“. Kann sich noch wer an dieses Strickheft erinnern? Ich hatte einen großen Stapel aber leider habe ich diesen im Zuge einer Übersiedlung weggeworfen.

Aber jetzt zurück zur Inspiartion für das geplante Projekt. Dieses Jäckchen wollte ich eigentlich schon letzte Jahr stricken aber leider war schneller Frühling als gedacht und andere Sachen (Garten) wurden wichtiger und so habe ich es gelassen aber nicht ganz vergessen.

Aus Rebecca 45

Das werde ich wahrscheinlich jetzt stricken. Noch lieber würde ich ein kleines Westerl stricken ähnlich eines Westerls von einem Twin Set nur eben ohne Pulli. Leider brauche ich aber auf jeden Fall eine Anleitung und die habe ich noch nicht gefunden. Aber vielleicht finde ich ja bei den anderen Strickerinnen der Runde das passende Modell.

Ich werde noch suchen aber bei Rebecca, oder Drops zu stöbern lohnt sich auf jeden Fall. Leider muß ich sagen, dass die englischen Strickbücher viel schönere Modelle bieten als die in deutscher Sprache (das übersetzen ist mühsam). Ich bin dazu übergegangen nur mehr geanu die Wolle zu verstricken die in der Anleitung angegeben ist. Ich bin nicht sehr geschickt beim Umrechenen und ärgere mich wenn das nicht so wird wie auf dem Bild.

Wolle: Ich habe schon Wolle bei DROPS und auch anderen Anbietern im Internet bestellt, es hat alles super geklappt aber das Vergnügen Wolle zu sehen und zu fühlen kann mir keine Bestellung im Internet ersetzten daher kaufe ich meine Wolle lieber hier oder hier.

Als Tipp zur konkreten Arbeit möchte ich erwähen, dass ich die verwendete Anleitung immer kopiere wenn ich sie aus einem Buch oder Journal habe. Weil ich manchmal Zeile für Zeile abstreichen muß oft auch mehrfarbig zu meiner besseren Übersicht. Schema für Muster vergrößere ich außerdem immer weil ich sie so besser sehe und schneller erfasse wo ich bin. Die originalen Anleitungen bleiben so sauber und unbekritzelt. Wahrscheinlich ist das für die guten Strickerinnen keine Neuigkeit und es machen das eh alle so …

Kommentare:

Dodo's beads hat gesagt…

Deine " frühen " Werke sind ja superprofessionell ! Und das geplante Jäckchen ist so zauberhaft , dass ich mir beinahe wünsche , es bliebe lange genug Winter (obwohl ich Winter gar nicht mag ;) )
liebe Grüsse Dodo

Wiebke hat gesagt…

Oh wie toll sind deine frühen Werke. Ich habe mir damals auch so großgemusterte Pullis gestrickt und die Nicole kenne ich auch noch! Ich habe auch -aus genau den von dir erwähnten Gründen- keine Fotos auf denen diese Pullis zu sehen sind. Schade! Aber da wäre niemand drauf gekommen...

Das luftige Jäcken aus der rebecca hat mir auch immer gut gefallen. Bin gespannt!

LG
Wiebke

Floh hat gesagt…

Ach, wie schön! Gibt es dieses Heft mit der Anleitung noch? Denn das wäre genau das Jäckchen was ich brauche - vielleicht stricke ich doch??!