Dienstag, 25. Mai 2010

Nostalgische Handarbeiten und Werkzeuge

Die sonnigen Stunden verbringe ich im Garten aber zur Zeit bleibt, zwischen den Sonnenstunden, reichlich Zeit auch ein bisschen in meinem Fundus zu wühlen und so möchte ich heute nostalgisches Werkzeug und alte Bücher zeigen.
Auf dem Foto sind hauchdünne Häkelnadeln, Zwirnspulen, ein Schneiderradel, Hafterl und kleine Stäbchen aus Elfenbein zu sehen.
Das Schneiderradl ist zwar alt aber bei mir immer in Gebrauch. Damit lässt sich super Stoff oder Papier radeln aber leider habe ich schon, unbeabsichtigt, so manchen schönen Tisch ruiniert.
Die Elfenbeinstäbchen verwendet man um in ein Gewebe Löcher zu bohren, eigentlich die Fäden auseinander zu schieben, und diese "Löcher" dann zu umsticken.
Die Häkelnadeln sind ganz fein zum Häkeln von Spitzen so wie auf den Taschentüchern zu sehen. Die Taschentücher stammen aus der Familie und eine meiner Vorfahrinen hat sie bestickt und umhäkelt.
Das Holzteil ist soweit ich mich erinnere zum Wickeln von Wolle. Ich kann mich zwar erinnern dabei meiner Mutter als Kind geholfen zu haben, leider kann ich mich aber nicht erinnern wie genau das funktioniert hat.


Ich habe zwei Bände "Deutsches Mädchenbuch" und in beiden sind die unterschiedlichsten Handarbeitstechniken beschrieben aber auch Geschichten und Rätsel. Die beiden Bücher gehörten meiner Großmutter ( Jahrgang 1901), sie sind undatiert dürfen aber vor dem ersten Weltkrieg erschienen sein. was man aus mancher Geschichte schließen kann.
Ich habe diese Bücher als Kind auch gelesen und ich bin heute überrascht wie wenig Mühe es mir damals machte diese alte Schrift zu lesen.
Allerdings habe ich noch nie etwas daraus nach gearbeitet.






Diese Firmenschild fanden wir auf unserem Dachboden von unserem Häuschen als wir den alten Dachstuhl abgetragen haben. Wir haben dann recherchiert und entdeckt das die frühere Bewohner unseres Hauses eine kleine Schneiderwerkstatt in unserem Haus betrieben hatten. Um das Schild vor dem allzu raschen Verfall zu schützten haben wir es innen aufgehängt um es vor Regen und Schnee und zu viel Sonne zu schützten. Obwohl das Firmenschild nicht direkt mit unserer Familie zu tun hat schließt sich doch auch irgendwie der Kreis.


Wenn Ihr die Fotos anklickt erscheinen sie größer falls Ihr Details sehen wollt.

Kommentare:

Neuer Gartentraum hat gesagt…

Die Handarbeitsvorlagen in den alten Büchern sind traumhaft schön. Bei genügend Zeit müßte es Spaß machen davon etwas nachzuarbeiten.
Um deine Frage nach dem Ehrenpreis zu beantworten: Der Enzianehrenpreis wächst ganz flach, nur die Blütenstiele stehen hoch. Er blüht nur einmal. Beim blauen Ehrenpreis schneide ich die ganze Pflanze um die Hälfte zurück. Meist kommt es zu einer schwächeren Nachblüte im Spätsommer.
LG Anette

suschna hat gesagt…

Den Einblick in die Geschichte des Häkelns habe ich gleich mit Interesse gelesen. Welcher Band des Mädchenbuch ist das denn? Vielleicht kann ich es antiquarisch irgendwo bekommen.
Diese Elfenbeinstäbchen hatte ich auch in einem Handarbeitsfundus gefunden, wusste aber nicht, wozu sie gut sind. Vielen Dank für die Aufklärung und fürs Zeigen all der Handarbeitsdinge!

Wienermädel + Co hat gesagt…

Richtige Kleinode hast du hier, schön, dass du es zu schätzen weisst und aufbewahrst, besonders das alte Geschäftsschild wird dir dankbar sein :-))

Teresa hat gesagt…

@ Liebe Suschna,
ich habe die Bände 13 + 17, wenn ich mich richtig erinnere. Genau kann ich es nach dem Wochenende sagen weil die Bücher im Garten sind. Gerne würde ich Dir auch die entsprechenden Texte einscannen oder kopieren und schicken falls Du nicht unbedingt das Buch besitzen willst.
Ich nehme auf alle Fälle die Bücher mit nach Wien.
Ich freue mich das es gefallen hat.
Liebe Grüße
Teresa

Betsy hat gesagt…

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Betsy

suschna hat gesagt…

Du kannst ja mal schauen, in welchem Band Häkelthemen sind. Ich könnte so ein Buch wohl ziemlich günstig über ZVAB bekommen, mal sehen. Es ist doch schön, das Original in der Hand zu halten.