Dienstag, 16. Dezember 2014

Was im Sommer als zeitweilige Auszeit vom Blog begann hat sich zu einer größeren Pause ausgedehnt. Was im analogen Leben vor Jahren als kleines Ärgernis begann hat sich nun zum Beginn eines neuen Lebensabschnittes gemausert. Daher nehme ich heute Abschied.

Vielleicht geht’s hier irgendwann weiter, vielleicht fange ich aber auch in der virtuellen Welt etwas ganz  Anderes an...
Obwohl alle, Mann, Kind und ich gesund sind, brauche ich meine Kraft und Zeit jetzt  im analogen Leben.

Ich danke für die inspirierenden Kommentare, die schönen Blogs, die guten Themen und die gute Zeit die ich hier hatte und wünsche Allen:

Fröhliche Weihnachten und ein gesundes Neues Jahr!

Wien - Stephansdom

Wien - Rotenturmstraße

Samstag, 2. August 2014

Kleines Köfferchen

Unlängst habe ich am Flohmarkt ein keines Köfferchen gefunden. Aussen und innen etwas mitgenommen aber funktionstüchtig. Ich konnte nicht wiederstehen und habe es mitgenommen.
Wie es manchmal so ist hatte ich zufällig schon das richtige Material zum "aufpimpen" bereit.
Denn ich sammle schon seit langem die Samentütchen wenn ich mich wiedermal als Samengärtnerin versuche. Leider muß ich sagen diese Versuche mißlingen so gut wie immer.
Basteln kann ich besser. Die Samentütchen habe ich bisher gesammelt weil ich eigentlich ein Gartennotizbuch damit außen behübschen wollte aber als ich den Koffer sah fügte sich Eins zum Anderen.
das kleine Kofferl
innen sehr fleckig

Samentütchen und Tapetenkleister
Innen jetzt bunt und sauber!

Ich werde in diesem Koffer die Samen aufheben die ich, unverdrossen, von den Pflanzen abnehme oder kaufe. Es gibt ja wirklich kaum größere Versprechungen und Hoffnungen als Samenkataloge im Februar durch zu blättern und dann völlig losgelöst von den realen Möglichkeiten zu bestellen.

Die Idee mit den Samentütchen hatte ich nicht alleine, es gibt auch eine Tapete zu kaufen mit dem Motiv "Samentütchen". Das wurde im "Living at home" vorgestellt und kann man hier anschauen.

Ich habe hier schon mal einen anderen Koffer gezeigt den ich innen mit Geschenkspapier  beklebt habe.

Mittwoch, 30. Juli 2014

Nochmal Monogramme

schon vor Monaten habe ich mir bei Manufaktum Sticksets bestellt. Ein Set umfasst ein Geschirrtuch, Stickvorlage, Nadel und Faden. Ein Set in rot eines in schwarz. Als auf allen anderen Blogs Monogramme gestickt wurden waren meine Sets noch auf dem Postweg. Leider gleich zwei Mal weil die erste Sendung aus unerfindlichen Gründen zurück gegangen ist. Dann hatte ich keine Zeit mich damit zu beschäftigen. Aber jetzt im Urlaub hatte ich Lust und Zeit.

So habe ich mein Monogramm gestickt. Ich habe leider kein besonderes Geschick für Stickereien, jedenfalls nicht die Fertigkeit die meine Urgroßmutter, Großmutter, Tanten usw. hatten.
Die Buchstaben sind etwas groß geworden ...und nicht ganz mittig...
trotzdem gefällt es mir gut und ich finde es zu Schade zum Geschirr trocknen. (Leider laufen in diesem Haushalt die Geschirrtücher ständig Gefahr für Alles und Jedes missbraucht zu werden und werden daher schnell zu "Fetzen")
Daher habe ich das Tuch als Vorhang verwendet. Jetzt verdeckt es elegant einen  kleinen Eiskasten.




Verwendete Vorlage aus Heft Nr.7

Bordürenvorlage aus Heft Nr 3

 Ich habe ja bei meinem letzten Post über Monogramme auch darüber geschrieben, dass ich Monogramme nur in weiß, blau oder rot kenne. Kürzlich habe ich beim Rumkramen ein Handtuch meiner Mutter gefunden mit gelben Monogramm. Meinen Mutter hat 1952 geheiratet, das ist ihr Mädchenname also muß es von vorher stammen.

Montag, 21. Juli 2014

Urlaub

Heute beginnt unsere dritte, von vier Urlaubswochen...

 was bisher geschah:
ich habe mein WM Projekt fertig gestellt. Punktgenau am Finaltag.
Vorder und Rückseite Seide,
handgequiltet
135 x 135 cm groß


 wir essen gut
 
 wir sehen herliche Wolkengebilde und schöne Himmelsstimmungen
 

 und der Garten zeigt die schönsten Blüten:
Lilien
Sterndolden
Echinacea
Phlox
und Hibiskus






Freitag, 4. Juli 2014

Monogramme! Jetzt mische ich mich auch ins Gespräch...

Bei Suschna und bei Nahtzugabe wir über Monogramme berichtet. Ich liebe Monogramme daher gebe ich jetzt mein kärgliches Wissen auch noch zum Besten.

Beim Zusammensuchen  der Fotos ist mir wieder mal aufgefallen alle Monogramme sind weiß, blau oder rot. Gibt es historische Monogramme in einer anderen Farbe?

In der Schule habe ich noch gelernt, dass auf weißen BW oder Leinen Stoffen die Stickerei mit Waschblau angezeichnet wird. Das haben wir im ersten Jahr sogar noch gemacht. Ich habe zwar kein Monogramm gestickt sondern einen Schmetterling auf ein Kindernachthemd.
Waschblau kann man heute noch bei Manufaktum kaufen. Das Waschblau wäscht sich problemlos heraus, es macht die Weißwäsche sogar strahlender weiß.

Unten zeige ich das Monogramm meiner Tante Olga, von ihr habe ich noch eine kleine Papierschablone welche auch ganz fein gelöchert ist. (wer sich wundert, in diesem Haushalt wird seit Generationen alles, wirklich alles aufgehoben)
Monogramm meiner Tante Olga
Schablone von Monogramm von Tante Olga
Unten ist eine blaue Serviette zu sehen, davon habe ich sechs Stück und ein herrliches Tischtuch. Nur die Servietten haben ein Monogramm eingstickt. Das Tischtuch und die Servietten stammen von Tante Mitzi über sie habe ich hier schon mal geschrieben.

Monogram von Tante Mitzi
Unten ist ein Kissen zu sehen welches ich vor vielen Jahren im Quiltgeschäft in Wien gekauft habe. (Das Geschäft gibt es nicht mehr)  bei dem roten Stoppel füllt man die blaue Kreide ein und wiegt dann ähnlich wie mit einer Löschwiege über die Quiltschablone und überträgt so das Muster. Unten ist es eine Art Frotteestoff. 
Ganz ähnlich müsste das auch mit Monogrammvorlagen gehen. Das ist aber eine sehr staubige Angelegenheit. Beim Übertragen und beim Nähen ist alles blau, die Hände, der Faden, der Tisch... Wäscht sich aber problemlos aus allem heraus.
Kissen zum Übertragen des blauen Kreidestaubes
 Unten ist ein Seifenstift für dunkle Quiltstoffe. Der könnte noch etwas angespitz werden aber ich glaube er wäre für Monogramme doch etwas zu derb. Das übertragen der Quiltmuster geht zwar problemlos ist aber eher aufwendig.
Seifenstift zum Anzeichnen der Quiltlinien
 Unten ist eine Vorlage des Monogramms meiner Mutter zu  sehen. Das war noch ihr Mädchenname. Das nächste Bild zeigt dann zwei Monogramme gegenübergestellt. Links oben ist das Monogramm meiner Mutter unverheiratet und recht oben als sie schon verheiratet war. Mir hilft das die Textilien auch zeitlich besser einzuordnen.
Ich weis, dass die Wäsche früher von Wäscherinnen gewaschen wurde und nehme daher an es war wichtig das jedes Stück mit einem Monogramm versehen ist. Nur so war sicher gestellen, dass die Wäsche wieder in den entsprechenden Haushalt kam. Damals wurde auch auf jedes Detail Wert gelegt und alles wurde so schön wie möglich gestaltet. Hier habe ich schon mal über gestickte Kastenstreifen geschrieben.
Links unten ist das Monogramm meiner Urgroßmutter verarbeitet mit dem Namen als sie schon verheiratet war und das nächste Bild zeigt ihr Monogramm noch ledig.



Monogramm meiner Urgroßmutter noch ledig
altes Leinen aus der Familie allerdings kann ich es keiner Person zuordnen
Serviette vom Flohmarkt
Tischtuch, kann ich aber auch keiner Person zuordnen
schönes Monogramm, besonders gefällt mir die kleine Flickarbeit
das ist schon ein vorgefertigtes Monogramm
 Viele der hier gezeigten Monogramme habe ich in einen Quilt verarbeitet. Leider kann ich diesen nicht wirklich schön und aussagekräftig fotografieren.

 
Monogramm auf Tischtuch und sechs Servietten die ich von einer Freundin geschenkt bekommen habe. Es ist von ihrerer Großmutter.
Tischtuch vom Flohmarkt
vom Flohmarkt

Samstag, 28. Juni 2014

Seidenquilt - mein WM Projekt

 Mein Projekt für die Zeit der WM ist ein Seidenquilt. Beim großen Ausmustern der Seidenstoffe habe ich nur die Stoffe behalten die mir besonders gut gefallen haben. Ich liebe  Farbe! Ich  liebe  auch Streifen! Indische Seidenstoffe können sehr farbig und sehr gestreift sein. Aber als Bekleidung mag ich weder sehr farbig noch gestreift.
Also mache ich einen Quilt!
Obwohl ich schon viele Quilts gemacht habe, habe ich noch nie einen Quilt aus Seidenstoffen gemacht. Schon das Zuschneiden unterscheidet sich erheblich vom Zuschnitt von BW-Stoffen.  Der Rollschneider, sonst mein liebestes Werkzeug, musste durch die Zuschneideschere ersetzt werden. Beim Nähen der einzelnen Blöcke ist es nicht möglich die Nähte mal schnell mit dem Fingernagel aus zu streifen. Bei BW-Stoffen ist das gut möglich. 
Die Rückseite werde ich aus Wildseide machen und quilten werde ich mit der Hand.

Dreicke nur aufgelegt
teilweise schon zusammengenäht

Aus diesem Buch ist die Idee
WM-Projekt ist dieser Quilt weil in der Zeit der WM in unserem Haushalt Fußball geschaut wird. Es  fällt also  niemanden auf wenn ich mich in das Nähzimmer zurückziehe und mich von der dieser Abendunterhaltung absentiere.

Montag, 16. Juni 2014

Cotillion de honor


Wir haben einen Einladung  zu Cotillion de honor  bekommen. Das ist eine philippinischen Geburtstagsfeier anlässlich der  Großjährigkeit. 

Aus unserer Einladung ging folgendes hervor:
·      es wird der 18. Geburtstag einer jungen Dame gefeiert
·      Das Geburtstagskind ist an diesem Tag Prinzessin
·      Der rote Teppich wird ausgerollt
·      es gibt einen strikten Dress Code
·      ausschließlich Geldgeschenke werden erwartet.
·      Und alles folgt der 18, also 18 Kerzen, 18 Geschenke, 18 Rosen usw.

Da wir mit der philippinischen Kultur überhaupt nicht vertraut sind musste ich mich erst bei Google schlau machen. Es scheint sich um eine Art Debütanten Ball zu handeln auf dem auf jeden Fall Walzer getanzt wird. Gut, das ist für eine Wiener  Familie noch eine leichte Übung.

Mehr Aufwand bedeutete der Dress Code. Im Falle unsere Einladung waren die Farben Weinrot und Gold gefordert.
Ich habe in meinem Kleiderschrank eine Winterweste in Weinrot und in der Farbe Gold nichts.
Zum Glück hat meine Tochter zwei Ballkleider in Weinrot. So habe ich aus ihrem Lieblingsballkleid ein Cocktailkleid für sie gemacht indem ich es abgeschnitten habe. Aus dem „schrecklichsten Ballkleid das ich ihr je genäht habe“ (Zitat), habe ich für mich ein Cocktailkleid genäht. (Komplett auseinander genommen und was ganz neues genäht)


Nachdem wir die Hürden der Garderobe überwunden haben durften wir ein zauberhaftes Fest miterleben.
Das Elternpaar zieht als König und Königin in den Saal gefolgt von der Prinzessin. Tischweise werden die Gäste mit der Prinzessin zusammen fotografiert und wer das schon erledigt hatte durfte das Buffet stürmen. Währen die Gäste  aßen gab es den Debütanten Tanz. Einmal in der klassischen Art, dann modern. Die Prinzessin hatte im laufe des Abends drei verschiedene Ballkleider an. Alle, wie ich erfragt habe, auf den Philippinen bestellt. Gratulanten gab es immer achtzehn, gleichaltrige Freunde und Cousinen, achtzehn Frauen die im Leben des Geburtstagkindes eine Rolle spielten, also die Tanten und die Mutter. Der Vater war in der Gruppe der achtzehn Männer die das Geburtstagskind schon seit es klein ist kennt, in der gleichen Gruppe waren auch die Onkel. Jedes dieser Gruppe hatte eine andere „Aufgabe“. Die eine Gruppe brachte einen Toast aus die andere Gruppe trank shots.  Die Freunde und Cousinen brachten besonder Geschenke auf die Bühne. Die Mütter und die Tanten brachten Kerzen und die Torte, die Torte hatte die Ausmaße einer großen Hochzeitstorte. Getanzt wurde auch mit dem Vater und den Onkels und von jedem Herrn gab es dabei eine Rose.
Durch den Abend führten zwei Moderatoren die gekonnt in drei Sprachen moderierten. Zwischendurch traten Sänger auf. Das Tanzparkett stand nach diesen Punkten dann für alle offen was auch gerne angenommen wurde.
Der ganze Abend war getragen von einer heiteren, fröhlichen Grundstimmung ohne Hektik und Stress. Obwohl sicher auch nicht alles nach Plan gelaufen ist, was ja bei einem Fest dieser Dimension fast nicht zu erwarten ist. (Mich hätte z.B. schrecklich aufgeregt, dass sich nicht alle europäischen Gäste an den Dresscode hielten) Vielleicht lag die angenehme Stimmung aber auch daran, dass  wenig Alkohol getrunken wurde.
Ein wirklich schöner Abend und für uns ein Einblick in eine völlig fremde Kultur.

die Prinzessin mit dem ersten Ballkleid
das war dann das letzte Ballkleid dazwischen waren noch zwei ander Garderoben! 
auch die Deko im Saal richtete sich strickt nach dem Farbkonzept